Scanner – Persönlichkeiten

Vor knapp einem Jahr sagte eine Freundin zu mir: „ Du bist auch so eine typische Scanner – Persönlichkeit. Kein Wunder, dass du immer so müde und erschöpft bist.“ 
„Ich bin was?“, fragte ich verdutzt. Nach einer kurzen Einführung in das Thema, ging mir dann ein Licht auf. 

Scanner-Persönlichkeiten saugen alles um sich herum auf, wollen lernen und ständig Neues ausprobieren. Kurz gesagt: Sie haben eine ausgeprägte Neugier an vielen Themen. Sie wollen am liebsten mit all ihren Ideen sofort und gleichzeitig beschäftigen. 
Sie sind ein Wesen der Hochbegabung, oder besser gesagt, der Vielbegabung.

Jetzt weiß ich auch, warum ich so viele Interessen, Arbeitsstellen habe/hatte und von einer Katastrophe in die Nächste hüpfe…

Ich ließ die letzten 20 Jahre Revue passieren. Was hatte ich nicht schon alles ausprobiert? Ich fing an alles zu notieren: Oh ha. Da ist eine Menge zusammen gekommen, dachte ich erstaunt und erschrocken zugleich! 

Oft wurde, oder werde ich wegen meiner Interessen belächelt. Viele verstehen einfach nicht, warum ich einfach mal nichts zu kann. Jetzt weiß ich es! 

Ich bin eine Scanner – Persönlichkeit und kann rein gar nichts dafür!

Meine Organisation zwischen Beruf, Freizeit und Haushalt ist extrem knapp getaktet. Manchmal verzweifle ich an meinen ganzen Interessen und frage mich: „ Wieso machst du dir immer so ein Stress? Vor lauter Ideen und Interessen verzettel ich mich oft und weiß nicht womit ich zuerst anfangen soll. Schließlich ist ja alles irgendwie toll und will ausgelebt werden!

Nach langen Hin und Her entschied ich mich – alles zu seiner Zeit!

Ich lernte auf mein Inneres zu hören! Was willst du heute machen? Was sagt dein Körper?

Jeden Tag stelle ich mir jetzt die Fragen und stelle fest, dass ich viel organisierter geworden bin und weniger gestresst von allem. Hatte ich einen anstrengenden Arbeitstag, dann verausgabe ich mich nicht noch im Haushalt, oder mache Sport, sondern liege faul im Garten und lese ein Buch. In diesen Momenten geht es dann aber meistens wieder los! Oh, zu dem Thema musst du unbedingt etwas Schreiben, oder das Bild muss gemalt werden, oder die Fenster müssen noch geputzt werden,…

Ich entscheide mich spontan nach Amsterdam zu fahren, um endlich mal abzuschalten. Was passiert: Ich habe die Idee, eine Online – Galerie und eine Ausstellung zu planen. Ach ja, die Webseite gestalte ich natürlich auch selber. Schließlich gestalte ich auch gerne. Irgendwie komme ich nie zur Ruhe, sage ich und lache mit meiner Freundin die mitgekommen ist. „Wir können eben nichts dafür, dass wir so sind, wir wir sind. Wir sind eben Scanner-Persönlichkeiten!“, sagt diese nüchtern.

Ich sage nur: „Zum Glück brauche ich diese extreme Abwechslung nicht auch noch Privat! Mein armer Ehemann! Danke dass du es jeden Tag mit mir aushältst und mich so nimmst, wie ich bin! Das muss wahre Liebe sein!“ 

Bist du auch eine Scanner – Persönlichkeit, oder bist dir nicht ganz sicher?

Dann empfehle ich das Buch zum Nachschlagen: 
„Auf viele Arten ANDERS„ von Anne Heintze (ISBN-10: 9783424201161 )


Weltverbeserer?

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen weniger Müll zu produzieren. Greta und die Fridays for Future Bewegung sei Dank! Obwohl sich genau diese Personen höchstwahrscheinlich nach der Demonstration bei Burger King trafen, um weiterhin viel Müll zu produzierten… 

Hi, was soll`s, der Gedanke zählt und das wachrütteln! 


Nach einer Woche stellte ich fest – gar nicht so einfach, als ich wieder den gelben Sack an die Straße brachte. Wo und wie fange ich nur an? Bei dem Gemüse! Ich entschied mich selbst anzubauen. Bis die Tomaten, Gurken und Möhren wachsen, blieb mir nichts anderes übrig, als wieder im Supermarkt einzukaufen. Statt den Plastikbeutel, legte ich meine Errungenschaften einfach in den Einkaufswagen. Ein erstes kleines Erfolgserlebnis kam auf! 


Wochen später kam mir eine weitere Idee. Wieso nicht auch die Kosmetika selbst herstellen?! Ich durchsuchte das Internet und vor allem Youtube auf „Do it Yourself“ Anweisungen für Duschgels, Shampoos etc. Mein Ergebnis nach der ersten Herstellung – Das sieht nicht nach Duschgel oder Shampoo aus! Nach ein paar kleinen Veränderungen war das Ergebnis dann großartig! Ich entscheide nun selbst, was in die Flasche an ätherischen Ölen und Substanzen hineinkommen. Plastikmüll? Deutlich weniger! Schließlich verwende ich jetzt nur noch Glasflaschen, oder nehme die alte Duschverpackung wieder. 


Abends stehe ich in der Küche und bereite alles frisch zu; fast wie beim kochen. 

Ich kreiere meine Ölbäder mit neuen Zutaten wie Blüten aus dem Garten, oder stelle Peelings mit Zucker her. Das Gefühl mit Naturprodukten aus dem Haushalt etwas zum Umweltschutz beizutragen gibt mir ein großartiges Gefühl! Nur leider bin ich bei meinem Deodorant noch nicht auf eine geniale Erfindung gekommen. Deshalb greife ich weiterhin zu dem Produkt aus der Drogerie. Wer sagt denn, dass man auf alles verzichten muss?! 


Jeder noch so kleine Schritt eines jeden Einzelnen reicht aus, um etwas großes in der Welt zu verändern. 


Wollt Ihr auch Weltverbesserer werden? 


Dann empfehle ich euch das Buch: „Welttenretten für Anfänger“ von Susanne Fröhlich & Constanze Kleis (ISBN: 978-3833870644) 




Bücherzeit

Bücher lesen? Das ist doch out, oder!?
Netflix & Co. zeigen in zwei Stunden Entertainment Programm vom feinsten. Versteht mich nicht falsch. Netflix ist toll! Leider lesen wir viel zu wenig. Woran liegt das? Und warum sind wir lesefaul geworden? Sind wir im Alltag zu sehr überfordert? Sind wir schlicht weg zu müde zum lesen geworden?

Eine kleine Lese-Auszeit hilft dennoch wahre Wunder. Schnappt euch also ein Buch, ein Tolino, Kindl, oder was auch immer. Fahrt in den Park, setzt euch ins Café, lest auf einer Bank, beim Arzt, oder im Bus. Es gibt so viele Gelegenheiten in eine andere Welt und in ein anderes Leben zu tauchen, in der nichts unmöglich scheint. 

Wer liest, erweitert seinen Horizont. Egal welches Genre; ob Fachliteratur, Belletristik, Scene Fiction, Fantasy, oder Thriller. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Fiebert mit den Protagonisten & Antagonisten. Hofft, bangt und weint mit ihnen. Fühlt euch mit der anderen Welt verbunden, auch wenn es reine Fantasie ist.

Die emotionale Kraft, die in jedem Buch steckt, verlangt von unserer Seele volle Aufmerksamkeit – nicht wie bei einem Film, wo man zwischendurch aufsteht, um etwas aus der Küche zuholen und den Pausenknopf nicht unbedingt drücken muss. Gönnt euch einen Moment, für wahrscheinlich das schönste Hobby der Welt! Greift zu einem Buch und vergesst für einen Augenblick die Realität. Eure Sorgen und Ängste sind für einen Moment vergessen. So tauchen wir ein in die Probleme Anderer und lernen nebenbei mit unterschiedlichen Situationen zurechtzukommen.

Einige der gelesenen Geschichten bleiben für immer in unseren Herzen und werden zu unseren Lieblingsbüchern. Also tauscht euch aus, mit Freunden und Kollegen, oder trefft euch zu einem Literaturabend. 

Fangt wieder an zu lesen.
Lesen wird niemals out sein.
Heute ist euer Lese-Tag!

Mein Ego

Meine Gedanken kommen oft beim Abwasch, unter der Dusche, oder beim Putzen. Dann passiert es, dass ich plötzlich an etwas denken muss und fange an meine Gedanken aufzuschreiben. 

Heute ist es mein Ego!

Das Ego steht für unser ich. Doch wer sind wir?

Jeden Morgen betrachten wir uns im Spiegel. Da schaut uns jemand an. Manchmal traurig, ein anderes Mal glücklich, oder nachdenklich. 
An vielen Tagen beachten wir uns überhaupt nicht. Wir verlieren uns und unseren Weg aus den Augen. 
Hin und wieder hören wir die Stimme unseres Egos:

Was machst du? 
Wieso tust du das, oder jenes? 
Warum bist du schon wieder gescheitert?
Ging das nicht besser?

Wir neigen dazu uns schlechter zu machen, als wir sind und sind zu hart zu uns selbst.

Manchmal strecke ich mir die Zunge raus und betrachte dieses Ego. Wir schneiden einige Grimassen, bleiben aber friedlich unter uns. Wir kämmen uns dann die Haare. Mein Scheitel liegt links, seiner ist rechts. Jeder hat so seine Art. 
Wenn es ihm mal nicht so passt, zeigt er mir einen Vogel, dann betrachte ich ihn nicht mehr. 

Aber vielleicht hat er ja Recht, jeder Mensch hat seinen Vogel. 

Mein Ego wohl auch.


40 – endlich!

Ob Mann, oder Frau, irgendwann trifft es uns alle. Mich traf es letztes Jahr! 
Die Zeit rast an uns vorbei. Gestern waren wir noch 20 – das Leben stand vor uns in all seiner Fülle. Jetzt ziehen wir langsam Resümee und erkennen, dass wir unsere Träume gelebt und erfüllt haben, oder eben auch nicht. Schlagartig wird uns bewusst, was mach ich die nächsten 20 Jahre? War das etwa schon alles? 
Viele paare Trennen sich jetzt – gehen ihre eigenen Wege und fangen nochmal von vorne an. Singles finden vielleicht eine neue Liebe. Andere werden verspätet Eltern und wieder andere gehen auf Reisen – holen nach, was in jungen Jahren vielleicht nicht möglich war. Und dann gibt es solche wie mich, die anfangen zu zweifeln. 

- Was kommt als Nächstes?
- Mache ich das, was ich schon immer wollte?
- Bin ich noch glücklich in der Ehe/Beziehung?
- Was will ich in meinem Leben noch erreichen?
So viele Fragen, und doch keine Antworten!

So etwas nennt man umgangssprachlich auch „Midlife Crises“. Also habe ich jetzt eine, oder ist es normal, in diesem Alter alles in Frage zu stellen? Ich tendiere zum Letzteren!
Das Leben ist zu kurz, um mit uns zu hadern, oder zu hart mit uns ins Gericht zu gehen. Machen wir doch einfach mal, wonach uns ist und treten aus dem Hamsterrad raus. Familie, Freunde und Partner lieben uns, so wie wir sind.

Mit 40 noch mal frei und verrückt sein und etwas völlig Neues auszuprobieren, beflügelt unsere Seele. Es macht auf einmal alles wieder einen Sinn, wenn wir auf unsere innere Stimme hören, und wir auf den Wellen des Glücks mit schwimmen. 
Also, traut euch mutig zu sein.
Lebt euer Leben – JETZT!




Bücherzeit

Bücher lesen? Das ist doch out, oder!?
Netflix & Co. zeigen in zwei Stunden Entertainment Programm vom feinsten. Versteht mich nicht falsch. Netflix ist toll! Leider lesen wir viel zu wenig. Woran liegt das? Und warum sind wir lesefaul geworden? Sind wir im Alltag zu sehr überfordert? Sind wir schlicht weg zu müde zum lesen geworden?

Eine kleine Lese-Auszeit hilft dennoch wahre Wunder. Schnappt euch also ein Buch, ein Tolino, Kindl, oder was auch immer. Fahrt in den Park, setzt euch ins Café, lest auf einer Bank, beim Arzt, oder im Bus. Es gibt so viele Gelegenheiten in eine andere Welt und in ein anderes Leben zu tauchen, in der nichts unmöglich scheint. 

Wer liest, erweitert seinen Horizont. Egal welches Genre; ob Fachliteratur, Belletristik, Scene Fiction, Fantasy, oder Thriller. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Fiebert mit den Protagonisten & Antagonisten. Hofft, bangt und weint mit ihnen. Fühlt euch mit der anderen Welt verbunden, auch wenn es reine Fantasie ist.

Die emotionale Kraft, die in jedem Buch steckt, verlangt von unserer Seele volle Aufmerksamkeit – nicht wie bei einem Film, wo man zwischendurch aufsteht, um etwas aus der Küche zuholen und den Pausenknopf nicht unbedingt drücken muss. Gönnt euch einen Moment, für wahrscheinlich das schönste Hobby der Welt! Greift zu einem Buch und vergesst für einen Augenblick die Realität. Eure Sorgen und Ängste sind für einen Moment vergessen. So tauchen wir ein in die Probleme Anderer und lernen nebenbei mit unterschiedlichen Situationen zurechtzukommen.

Einige der gelesenen Geschichten bleiben für immer in unseren Herzen und werden zu unseren Lieblingsbüchern. Also tauscht euch aus, mit Freunden und Kollegen, oder trefft euch zu einem Literaturabend. 

Fangt wieder an zu lesen.
Lesen wird niemals out sein.
Heute ist euer Lese-Tag!
.

Unendlichkeit, oder nichts?

Seit vielen Jahren ist der Tod in meinem Familien- und Freundeskreis allgegenwärtig. Es verging kaum ein Jahr, in dem keiner an Altersschwäche oder Suizid starb.
Irgendwann kam die Frage auf: Was passiert, wenn wir sterben? Niemand kennt die Antwort. Bisher ist kein Mensch zurückgekommen, um davon zu berichten.

Bei uns in Europa und in unserem Kulturkreis begegnen wir dem Tod oft mit Furcht und Demut. Wieso haben wir dann Angst vor dem sterben, und andere Leute nicht? Liegt es an dem Glauben? Einige von uns sind davon überzeugt, dass es Reinkarnation gibt, andere an das Nirvana, und wieder andere denken, dass danach nichts ist.
Der Tod ist des Schlafes Bruder – so heißt es im Volksmund. Wenn wir schlafen, haben wir keine Angst - es sei denn wir haben einen Albtraum.
In anderen Kulturen wird der Tod gefeiert, wie z.B. in Mexiko der „día de los muertos“ die Mexikaner feiern einmal im Jahr den Tag der Toten. Der Glaube besagt, dass zwischen diesen Tagen die Verstorbenen aus dem Jenseits auf die Erde zurückkehren, um ihre Familien zu besuchen, und mit ihnen zu feiern. Das Leben wird als eine Art Durchreise gesehen, die die Toten vom Diesseits ins Jenseits bringt. Der Tod ist im Glauben der mexikanischen Bevölkerung nicht das Ende. Die Seele stirbt nicht, sondern verweilt im Jenseits und kehrt ein Mal im Jahr zurück in unsere Welt.

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking war der Meinung, dass es keinen Gott gibt, und deshalb höchstwahrscheinlich auch keinen Himmel und auch kein Leben nach dem Tod gibt (siehe Buch: „Kurze Antworten auf Große Fragen“). Aber er glaubt, es gibt eine Form, in der wir weiterleben - in unserem Einfluss und in den Genen, die wir an unsere Kinder weitergeben.

Sicherlich spielt auch die Religion eine Rolle. 
Buddhisten glauben an die Wiedergeburt. Sie sind überzeugt, dass sie nach diesem Leben als jemand “Neues”, in einem neuen Körper, wiedergeboren werden. Das kann als Mensch oder als Tier sein. Im Christentum ist die Widergeburt meist ein Teilaspekt der Zueignung des göttlichen Heils an den einzelnen Menschen. In anderen Fällen wird er mit der geistlichen Erneuerung des Individuums gleichgesetzt.

Sollten wir nicht das Leben eines geliebten Menschen feiern, wie die Mexikaner?! 
Redet mit eueren Freunden und Angehörigen über dieses Tabu-Thema. Nichts ist bitterer, wenn einer von uns abtritt, und keiner weiß, was der Geliebte Mensch wollte. Für uns bleibt ein beruhigendes Gefühl, vorgesorgt zu haben.
Eine Freundin sagte mal zu mir:“ Wenn ich sterbe, tanzt und lacht, zieht etwas Buntes an und feiert mein Leben. Habt erfreuliche Erinnerungen.“ Verrücktes Huhn, dachte ich nur. Ich werde nicht auf deiner Beerdigung glücklich sein! Aber warum nicht? 
Mein Mann möchte z.B. kein Firlefanz und Schi Schi, wie er immer gerne sagt: „ Bestellt euch eine Pizza, trinkt nen Bier und ein Whisky auf mich, das würde mich glücklich machen!“ 

Leider Reden wir zu selten über das Unvermeidliche. Irgendwann trifft es uns alle, ob Reich oder Arm. Jung oder Alt. Keiner ist davor gefeit. Fangen wir an, uns zu fragen, wie möchte ich bestattet werden? Es gibt unzählige Möglichkeiten wie Seebestattung, Friedwald etc.
Letztendlich ist es doch egal, was wir denken und was danach kommt. Hauptsache wir haben ein gutes und erfülltes Leben gelebt und können am Ende unserer Tage glücklich darauf zurückblicken. So werden wir friedlich von dieser Welt in die Nächste gehen können.
Am Ende unserer Zeit werden wir dann alle wissen, wie es weiter geht!
Also machen wir uns nicht verrückt, sondern genießen das leben, damit wir am Ende zufrieden aufbrechen können, wo auch immer das dann sein wird.

Hast du Zeit?
Eine Zeitbetrachtung

Hast du Zeit?
Eine Zeitbetrachtung

Hast Du heute Zeit für mich?
Zeit haben – keine Zeit haben – was ist überhaupt Zeit?
Die Zeit ist nicht sichtbar, nicht hörbar und nicht fühlbar.
Sie läuft einem davon, sie vergeht, oder vergeht auch nicht.
Der gleiche Zeitabschnitt kann lang oder kurz sein.
Wenn wir warten müssen, kommt uns die Zeit endlos vor.
Hetzen wir von einem Termin zum nächsten, vergeht die Zeit wie im Flug.
Dabei ist die Zeit doch immer gleich!
Die Zeit dient als Übergang von der Gegenwart zur Vergangenheit,
und von der Zukunft in die Gegenwart. 
Sie ist die erlebte Form der Veränderung.
Es ist eine Kunst, sich seine Zeit einzuteilen. Denn sie vergeht so schnell.

Morgens geht es doch schon los. Jeder von uns kennt das: Der Wecker klingelt. Wir gehen ins Bad. Schmeißen die Kaffeemaschine an. Danach rennen wir von einem Raum in den nächsten. Wir suchen Unterlagen, Portemonnaie und Schlüssel, um ja pünktlich loszukommen. Diese Zeitspanne vergeht rasend schnell.
Nach dem wir die erste Stunde hinter uns gebracht haben, rattert auch schon unser Hirn los. Wie plane ich den Tag? Es ist doch für alles, was wir uns vornehmen, grundsätzlich immer zu wenig Zeit. Wir müssen einkaufen, den Haushalt erledigen, die Kinder zur Schule bringen, essen kochen, arbeiten gehen. Manche von uns gehen innerlich schon die Woche, oder sogar den Monat durch.
Wann haben wir zwischen den ganzen Verpflichtungen eigentlich noch Zeit für Familie und Freunde? 
Schlaue Ratgeber – Zeitschriften – werben zu mehr Achtsamkeit. 
„Nehmen sie sich mehr Zeit für sich und ihre Interessen.“ 
Sich Zeit nehmen – ja gerne, aber woher?
Die meisten von uns verbringen ihre Hauptzeit auf der Arbeit. Glück dem, der seine Berufung gefunden hat. Denn dann vergeht die Zeit schnell, während Andere sich durch den endlos langen Tag quälen müssen, wo die Zeit nicht enden will.

Auf dem Weg zurück nach Hause, auf der Straße, im Supermarkt, oder beim Bäcker, rennen wir aneinander vorbei, oder stehen genervt in der Schlange an der Kasse. Wir sind ja so unter Zeitdruck! Sollten wir uns jetzt nicht einfach mal die Zeit nehmen, unsere Mitmenschen mehr Freundlichkeit entgegenzubringen? Wenn wir doch sowieso alle warten müssen. Ist es dann nicht sogar geschenkte Zeit, in der wir ein kleines Gespräch mit der Kassiererin, oder dem netten Herrn hinter uns halten können? So versüßen wir uns doch gegenseitig die lange Wartezeit, in der wir selbst bestimmen können, wie wir sie miteinander verbringen wollen.

Zum Schluss die Frage, die am Anfang gestellt wurde.
Hast du Zeit für mich?
Ich habe immer Zeit für Dich! 
Das wurde auch mal Zeit – na endlich!

Gute Vorsätze...
...und was am Ende davon übrig bleibt!

„Alle Jahre wieder besinnen wir uns in der Zeit zwischen den Jahren, um inne zu halten und Bilanz zu ziehen“, oder wie heißt es so schön: Prosit Neujahr!
Glücklich, und noch voller Hoffnung blicken wir in die Zukunft des neuen Jahres. 
Wir stoßen glücklich an, mit Freunden, Familien und Nachbarn. Lesen unsere Jahreshoroskope und machen Bleigießen, in der Hoffnung, das nächstes Jahr alles besser wird. Wir nehmen uns fest vor: „Dieses Mal halten wir die Vorsätze ein.“

Die Fitnessfabriken freuen sich über den chronisch wachsenden Geldbeutel am Anfang des Jahres. Jedes Jahr melden sich frustrierte Kunden an, die glauben, dass sie sich nach den Weihnachtstagen kugelrund gegessen haben – und nicht in den 362 Tagen zuvor. 

Das Ende von den guten Vorsätzen ist ja bekannt:
Wir werden nicht abnehmen, nicht mehr Sport treiben und auch nicht gesünder essen. Genauso hören wir auch nicht auf zu rauchen. Während viele von uns gestresst durch das Jahr hetzen, haben wir bis zum Sommer spätestens dann alle unsere guten Vorsätze über Bord geworfen, oder stellen erschrocken fest, dass wir in unsere alten Muster zurückgefallen sind. Die Bikinifigur hätten wir bis Juni – spätestens – erreichen müssen. Jetzt  trauen wir uns kaum noch ins Schwimmbad. Nur in einem dicken Handtuch eingehüllt, tummeln wir uns an Badeseen und Freibädern. In der Hoffnung, dass keiner unsere Speckröllchen sieht. Haben wir den Sommer überstanden, beginnt im September schon wieder die Vorweihnachtszeit mit Spekulatius und Co.
Und das Rad dreht sich erneut, Jahr für Jahr.

Spätestens jetzt plagt uns das schlechte Gewissen. Es begleitet uns bis zum Ende des Jahres. An Silvester nehmen wir uns dann wieder ganz fest vor: „Dieses Jahr schaffe ich es, bestimmt!“
Aber wieso, nehmen wir uns ständig etwas vor, was wir dann doch nicht einhalten können? Sind wir zu schwach? Zu bequem? Oder schlicht weg zu undiszipliniert?

Es sagt ja niemand, dass wir auf diese Bräuche verzichten sollen. Vielleicht sollten wir einfach nur den Blick auf unsere Vorsätze verändern und uns fragen: 

– „Muss ich überhaupt abnehmen, oder ist es mein Wohlfühlgewicht?
– Bin ich mit mir zu Frieden, so wie ich bin?
– Folge ich meiner Berufung? Mache ich die Arbeit, die mich glücklich macht?
– Habe ich genug Zeit für die Dinge, die mich glücklich machen?

Vielleicht sollten wir für dieses Jahr einfach unsere Liste ersetzen durch:

– Ich will so bleiben, wie ich bin, du darfst (wie die Werbung es uns in den 90er Jahren verkündete)
– 1 x die Woche zum Fitnesscenter fahren, um zu sehen, ob es noch steht
– kein Geld mehr für Zigaretten ausgeben, sondern schnorren
– anderen Leuten dabei zu sehen, wie sie Sport machen

Bevor wir aber wieder die guten Vorsätze aus den Augen verlieren, sollten wir unsere Liste dieses Jahr unsere Liste mit allen Wünschen & Zielen notieren und uns an den Kühlschrank hängen. Na dann, kann in diesem Jahr doch nichts mehr schief gehen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Leser, ein verspätetes frohes Neues Jahr 2020!